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Zeitlicher Ablauf der Diskussion
Friedhofshalle Wallertheim

 

  1. 6. Oktober 2007
    Empfehlungsbeschluss Friedhofsausschuss
    „Ein Architekt soll mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung beauftragt werde. Das Ziel soll sein, die Aussegnungshalle auf den neuesten Stand zu bringen. Es sollen ein Kühlraum, sowie ein Vorratsraum für notwendige Utensilien, welche zur Beerdigung notwendig sind, eingeplant werden.“
    • Einstimmig

  2. 19. November 2007
    Gemeinderat - Top 8: Maßnahmen an der Friedhofshalle
    Es wurde beschlossen, dass Architekturbüro Kappler zu beauftragen diese Wirtschaftlichkeitsstudie (Umbau oder Neubau) zu erstellen.

  3. 29. Mai 2008
    Sitzung des Ortsgemeinderates gemeinsam mit Bau- Liegenschafts- und Verkehrsausschuss und dem Friedhofausschuss. Architekt Kappler legt das Ergebnis des o.a. Auftrages vor. Es werden 2 Varianten vorgestellt:
    • 1. Variante: Abbruch Altbau, neuer Anbau an die bestehende Friedhofshalle
      Kosten: ca. 320 TEuro
    • 2. Variante: Abbruch Altbau, Nutzung Friedhofshalle als Geräteraum, Neubau einer kompletten Friedhofshalle am südlichen Friedhofseingang
      Kosten: ca. 450 TEuro

Die geforderte Wirtschaftlichkeitsberechnung wurde nicht vorgelegt.

  1. 15. Juni 2008
    Weil die beauftragte Wirtschaftlichkeitsberechnung nicht vorliegt, beantragt die Fraktion Bunte Liste für die Gemeinderatssitzung am 23.06. „die Verwaltung wird gebeten, für die Friedhofskapelle (beide Gebäudeteile) ein Gutachten in Auftrag zu geben. Das Gutachten soll klären, in welchem baulichen Zustand die beiden Gebäudeteile sind und welcher unbedingte Renovierungs- / Sanierungsbedarf mit welchem Kostenaufwand besteht.“

  2. 22. Juni 2008
    Der Verein „Unser Wallertheim“ bittet die Gemeinde darum, „… die kleine neugotische Friedhofshalle…“ zu erhalten. Sie sei ein „… wichtiges historisches Kulturdenkmal …“.

  3. 23. Juni 2008
    Gemeinderat - Die Verwaltung legt eine weitere Variante des Architekten Kappler vor, datiert auf den gleichen Tag der Sitzung. Diese Variante geht von einer Sanierung des alten Gebäudes und die Sanierung des Flachdachs von 170 TEuro aus.
    Da diese Variante offensichtlich kurz vor der Sitzung mit „heißer Nadel gestrickt“ wurde und immer noch keine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorlag, bestand die Fraktion Bunte Liste weiterhin auf einem unabhängigen Gutachten. Das Gutachten sollte klären, „… in welchem baulichen Zustand die Gebäudeteile sind und mit welchem Kostenaufwand unbedingter Renovierungs- / Sanierungsbedarf besteht.“.
    • Der Antrag wurde mit den Stimmen der CDU, Bunte Liste und dem parteilosen Ratsmitglied Shehif El Hadj-Henni beschlossen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD und der Bürgermeister argumentierten vehement dagegen. Weite Teile von SPD und WWG folgten dem nicht und enthielten sich der Stimme.
      Abstimmung für den Antrag der Bunten Liste: 5 Ja, 4 Nein, 4 Enthaltungen

  4. 28. Juni.2008
    Anfrage an die Verwaltung, welche Sanierungs- / Renovierungsmaßnahmen es wann in den letzten Jahren (wenn möglich wenigstens 10 Jahre) an den Gebäuden der Friedhofshalle gegeben und was haben diese gekostet haben?

  5. 4. September 2008
    Beantwortung der Anfrage vom 28.06.. Demnach sind in 17 Jahren, also von 1990 bis Ende 2007 Sanierungskosten von 47,7 TEuro (2,8 TEuro je Jahr) entstanden. Hinzukommen Personalkosten von Gemeindebediensteten in Höhe von 18,2 TEuro (1,1 TEuro je Jahr) .

  6. 22. Januar 2009
    Das
    Gutachten der Sachverständigengesellschaft Engel aus Mainz liegt vor. Diese Gutachten listet detailliert die Mängel an Alt- und Neubau auf.
    • Für die Sanierung des Altbaus listet das Gutachten die bekannten Mängel (Risse im Verputz, Feuchtigkeit, etc.), auf. Das Gutachten geht außerdem davon aus, dass der Altbau neu gedeckt werden muss.
      Die Sanierungskosten für den Altbau werden mit 32,3 TEuro kalkuliert.
    • Für die Sanierung des Neubaus aus 1974 ergeben sich einige neue Erkenntnisse. So geht im ungünstigsten Fall (Pilzbefall) der Gutachter davon aus, dass der Dachstuhl des Neubaus komplett erneuert werden muss.
      Die Sanierungskosten für die (neuere) Friedhofshalle werden mit 55,9 TEuro kalkuliert.

Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich demnach laut Gutachten auf ca. 88 TEuro. Das Gutachten stellt außerdem fest, dass „… ein Neubau, der Kosten bis zu 264 TEuro verursacht als wirtschaftlicher angesehen werden kann, als eine Sanierung.“.

  1. 9. März 2009
    Gemeinderat - Das
    Gutachten der Sachverständigengesellschaft Engel aus Mainz wird im Gemeinderat vorgestellt. Alle Parteien sind sich inzwischen darüber einig, dass die alte neugotische Aussegnungshalle erhalten werden soll. Die Parteien werden nun erneut beraten und zur nächsten Gemeinderatssitzung ihre Vorstellungen zum weiteren Vorgehen präsentieren.

Daraus ergibt sich:
Wenn die Bunte Liste seit Mai 2008 nicht auf eine valide Erhebung und Kalkulation der Schäden an den Bauten der Friedhofshalle mittels eines Gutachtens und auf eine Wirtschaftlichkeitsberechnung bestanden hätte, wären ausschließlich die Pläne für die Neubaumaßnahmen in den Diskussionsprozess eingegangen. Die Schäden bspw. am Dachgebälk des neueren Anbaus wären nicht erkannt worden.