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Gemeinderat
ohne Ortsbürgermeister, Ortsvorstand und SPD
Nicht
nachvollziehbar ist das Verhalten von Ortsbürgermeister
Majchrzyk,
Ortsvorstand und SPD-Fraktion bei der letzten Gemeinderatssitzung am
19. April.
Die
Sitzung stand schon unter einem ungünstigem Stern. Wir hatten
bemängelt, dass zuerst der nichtöffentliche Teil stattfand, zu dem
für 19 Uhr eingeladen war. Tatsächlich dauerte der nichtöffentliche
Teil bis 22 Uhr. Interessierte MitbürgerInnnen hätten also 3 Stunden
vor dem Ratssaal verharren müssen, um ihr Recht, als Bürger an einer
öffentlichen Ratssitzung teilnehmen zu können, wahrnehmen zu
dürfen.
Übrigens
wurden im nichtöffentlichen Teil u.a. Ideen für die Friedhofshalle
vorgestellt und diskutiert. Warum die Öffentlichkeit an dieser
Diskussion nicht teilhaben darf und durfte, ist für uns ebenfalls kritikwürdig.
Unter
Tagesordnungspunkt 6 (Antragstext)
hatten wir beantragt, dass die Gemeinde sich bei der Kreisverwaltung
dafür einsetzt, dass SchülerInnen nach der 5. Stunde in Alzey den
Bus nutzen dürfen. Dafür wurde uns vorgeworfen, wir wollten uns nur
profilieren und unsere Vereinszeitung "Kleeblatt" sei eine " ... Bildzeitung,
mit
Überschriften so dick, dass die Zeitung nicht mehr zu geht!".
Urteilen Sie selbst (Kleeblatt
(PDF)). Es stimmten dann alle Ratsmitglieder
- teilweise zähneknirschend - zu, der Antrag
wurde einstimmig angenommen. Es ging Ortsbürgermeister und SPD bei
der Kritik also nicht um das Thema, sondern darum, dass nicht sie,
sondern wir das Thema auf die Tagesordnung gesetzt hatten.
Bei
Tagesordnungspunkt 7 (Antragstext)
wurde es dann absurd. Die Bunte Liste hatte den Antrag gestellt, einen
Nachtragshaushalt zu erstellen. Hintergrund ist, dass im Jahr 2010 die
Einnahmen nicht so fließen, wie 2009 vorausgesagt (siehe
auch unsere Stellungnahme zum Haushalt).
Andererseits stehen erhebliche Investitionen zur Entscheidung an: So
soll die Friedhofshalle für mind. 225 TEuro saniert werden, das
Rathaus soll für 65 TEuro eine energetische Außensanierung erhalten,
die Kosten für die Sanierung der Kanalisation im Gebiet Breslauer
Straße, Danziger Straße sind noch unbekannt. Das Projekt
Dorferneuerung wird auch noch Gelder beanspruchen, die für die Zukunftsentwicklung
nötig sind.
Ortsbürgermeister
und Ortsvorstand zogen es aber vor, sich nicht mit so
"niederen" Themen wie Haushalt und Finanzen zu beschäftigen
und weigerten sich an der Diskussion über die Haushaltslage
teilzunehmen. Die SPD
schloss sich dem an und weigerte sich ebenfalls. Beide (Ortsvorstand
und SPD) verließen die Ratssitze und führten damit den Gemeinderat
zur Beschlussunfähigkeit. Einzig die Fraktionsvorsitzende der CDU
beteiligte sich ebenfalls nicht an der Boykottaktion der Koalition.
Statt
sich also kritisch und konstruktiv mit den Gemeindefinanzen
auseinander zu setzen, ziehen es SPD und Ortsvorstand vor, durch
Abwesenheit die Themen zu ignorieren. Die Zeche zahlen nachfolgende
Generationen!
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